Der vierter Hof

Der Innenhof des Schlosses entstand während der ersten Umbauten durch die Piccolomini Mitte des 17. Jahrhunderts. Zuvor befanden sich an dieser Stelle jedoch Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude sowie eine Waffenkammer. Architektonisch am interessantesten ist hier das Portal über dem Durchgang zum weiteren Teil des Areals. Auf dem Portal befinden sich das Piccolomini-Wappen und der Orden vom Goldenen Vlies. Der Text stellt die Persönlichkeit Ottavio I. Piccolomini vor. Es gibt jedoch noch weitere Orte, die erwähnenswert sind.

Das Gebäude der Forstverwaltung

Ursprünglich eine alte Schmiede, deren Geschichte bis in die ältere Vergangenheit des Schlosses zurückreicht. Es ist wahrscheinlich, dass sie bereits zu Zeiten der Familie Smiřický hier stand. In der Piccolomini-Zeit wurde sie um ein Stockwerk erhöht. Später sollte das Gebäude als Pfarrhaus genutzt werden, und zuletzt war hier die Forstverwaltung des Náchod-Guts ansässig. Deshalb wird es bis heute als „Lesárna“ (Forsthaus) bezeichnet.

Das Gebäude der Bezirksverwaltung, genannt „Kostka“

Ursprünglich als altes Büro bezeichnet. Es handelt sich um ein Gebäude der Kreisverwaltung mit einer Halle im Erdgeschoss, in der sich eine wunderschöne Stuckdecke befindet. Auch dieses Gebäude wurde in der Piccolomini-Zeit um ein Stockwerk erhöht. Aufgrund seiner fast kubischen Form wird es heute als „Kostka“ (Würfel) bezeichnet.

Der Turion

Eines der bedeutendsten Gebäude des Areals. Artillerie-Bastion –⁠⁠⁠ Turion. Bauwerke dieser Art sind in Mitteleuropa sehr selten. Es handelt sich um ein Sicherheitselement aus der Piccolominischen Zeit, das jedoch wohl nie seinem Zweck gedient hat. Im Erdgeschoss des Gebäudes befanden sich Pferdeställe. Später änderte sich die Zweckbestimmung des Gebäudes, und im 19. Jahrhundert wurde im ersten Stock ein Schlosstheater eingerichtet. Später diente es als Wirtschaftsgebäude mit Stallungen.

Der Piccolomini-Garten

Der französische Garten entstand hier erstmals Mitte des 18. Jahrhunderts. In den folgenden Jahren wurde er mehrmals umgestaltet. Die größte Veränderung erfolgte in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre, als in seiner Mitte ein runder Brunnen und im hinteren Teil eine Statue der Jagdgöttin Diana aufgestellt wurden.