Der großer Hof

Der größte Innenhof des Areals wird von einem achteckigen Brunnen dominiert, der bei den ersten Umbauten durch die Piccolomini errichtet wurde. Die bedeutenderen Eingänge zu den Gebäuden sind mit verzierten Steinportalen versehen. Direkt gegenüber dem Brunnen befindet sich ein Portal mit dem Wappen der Familie Piccolomini (das das Wappen der früheren Besitzer –⁠⁠⁠ der Familie Smiřický –⁠⁠⁠ ersetzt hat). In Richtung Marktplatz befindet sich das jüngste Portal aus dem frühen 20. Jahrhundert, das an Prinzessin Bathildis Schaumburg-Lippe, die Mutter des letzten Besitzers des Schlosses, erinnert. Der letzte, besonders reich verzierte Eingang führt zur Schlosskapelle Mariä Himmelfahrt.

Der Brunnen und der Burggraben

Die Bastion wird bereits im 17. Jahrhundert erwähnt. Es handelt sich um eine Verteidigungsbastion mit Schindeldach, in der sich bis heute ein Brunnen befindet. Direkt neben der Bastion befindet sich ein großer Verteidigungsgraben. Nachdem sie ihre Verteidigungsfunktion verloren hatte, wurde sie als Garten genutzt. Von den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts bis 2025 diente er als Bärengehege.

Die Wehrbastei

Die Verteidigungsbastei an der Südostseite des Areals mit einer Holzgalerie gilt als einer der ältesten Verteidigungsteile des Areals. Später wurde sie als Wohnung des Schlossgärtners genutzt.

Die Kapelle Mariä Himmelfahrt

Einer der wertvollsten Teile des Schlossinterieurs. Die Schlosskapelle stammt aus der ersten Piccolomini-Periode. Im linken Teil der Kapelle befindet sich im obersten Stockwerk eine Orgel und darunter eine Empore und eine Sakristei. Das Innere der Kapelle ist vor allem durch reichhaltige Stuck- und Freskenverzierungen geprägt, die thematisch auf die Geschichte der Madonna Bezug nehmen. Einzigartig sind die lebensgroßen Statuen der vier Evangelisten. Obwohl die Verzierungen aus der Zeit der Piccolomini stammen, wurde die Kapelle auch von späteren Besitzern genutzt. So wurden beispielsweise in der Sakristei die sterblichen Überreste der Herzogin Katharina Wilhelmine von Sagan aufbewahrt. Eine Textilstickerei mit dem Wappen der Familie Schaumburg-Lippe erinnert an die letzten Besitzer des Schlosses. Nicht zuletzt ist auch die Eingangstür zur Kapelle erwähnenswert, da es sich um die älteste Tür im gesamten Schlossareal handelt.