Der oberer Hof

Der kleinste Innenhof besteht hauptsächlich aus einem mittelalterlichen Turm. Der Turm ist von diesem Innenhof aus zugänglich. Der Eingang wurde während des Renaissance-Umbaus des Gebäudes unter der Herrschaft der Familie Smiřický von Smiřice errichtet. Die Süd- und Ostseite des Innenhofs bilden Arkaden, die während der Barockumbauten aus klimatischen Gründen zugemauert und durch Fenster ersetzt wurden. Von diesem „oberen Hof” aus sind weitere Räume zugänglich, von denen einige für Besucher geöffnet sind.

 

Der große Turm

Der am besten erhaltene Teil der Burg – der zylindrische Turm mit Wehrgang. Seit jeher ist er das Wahrzeichen des Areals in Náchod. Seine Funktion ist offensichtlich – er ist das wichtigste Verteidigungselement des Burgkomplexes. Der Turm war ursprünglich nur vom zweiten Stock aus zugänglich, erhielt aber während der Renaissance-Umbauten einen Eingang vom Innenhof aus. In der Renaissance wurde der Turm mit einem Arkadengang versehen (unter Ottavio I. Piccolomini umgebaut). Zur Verteidigung dienten natürlich sowohl der Wehrgang als auch die Schießscharten direkt unter dem Wehrgang. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Nutzung des Turms erweitert. Die Räume im Turm dienten sowohl zur Lagerung von Waffen als auch von Lebensmitteln. Gleichzeitig war er ein wichtiges Kommunikationselement zwischen den Schlossgebäuden, das vom Dienstpersonal genutzt wurde. Interessant ist, dass sich in der Mitte des Turms eine Kerkerzelle befindet.

Die Terrasse

Entlang der gesamten Südseite des Hauptgebäudes befindet sich eine Renaissance-Terrasse mit herrlichem Blick auf die Stadt. In ihrer Mitte dominiert eine Renaissance-Loggia.

Der Gotischer Keller

Gotischer Keller mit einem Teil der Fundamente der ursprünglichen Burg aus dem 13. Jahrhundert. Im Keller gibt es auch einen Brunnen und eine Ausstellung über die historische Entwicklung des Schlosses zu sehen. 

Die Bibliothek und das Archiv

In den für die Öffentlichkeit noch nicht zugänglichen Räumen des Schlosses befindet sich eine umfangreiche Schlossbibliothek. Die Bibliothek in Náchod wurde bereits von den Piccolomini gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als das Anwesen Wilhelm von Schaumburg-Lippe gehörte, wurde die Bibliothek in Náchod mit der Bibliothek in Ratibořice zusammengelegt, die seitdem in Náchod untergebracht war. Für die Verwaltung der Bibliothek und des Archivs wurden Arnold Weihe-Eimke und Otto Elster im Schloss Náchod beschäftigt, die sich neben der Verwaltung der umfangreichen Bestände auch mit der Geschichte von Náchod befassten. Während die Archivbestände nach 1945 in das Archiv in Zámrsk verlegt wurden, befindet sich die Bibliothek nach wie vor an ihrem Platz und umfasst etwa 26.000 Bände. Neben Büchern sind hier auch zahlreiche Zeitschriften, Aufzeichnungen und Karten aufbewahrt.